Vom 26. bis 27. Mai 2026 fand in Wien die Konferenz Deaf Tech statt. Der Deutsche Gehörlosen-Bund war dabei. Ein Mitarbeiter leitete einen Workshop. Es ging um wichtige Fragen: Wer bestimmt über Technik? Wem gehören die Daten? Wer kontrolliert die KI? Wo ist die Gefahr? Was ist die Chance für den DGB?
Was ist Deaf Tech?
Deaf Tech ist eine Konferenz zu Technik und Gehörlosigkeit.
Dort geht es um die Frage:
Wie kann Technik gehörlosen Menschen helfen?
Und auch:
Wie können gehörlose Menschen bei der Entwicklung mitbestimmen?
Die Konferenz fand in Wien statt.
Wien ist die Hauptstadt von Österreich.
Viele Menschen aus vielen Ländern
Bei der Konferenz waren 192 Teilnehmende.
Sie kamen aus 29 Ländern.
Es gab:
- Vorträge
- Präsentationen
- Workshops
- Stände von Firmen
Insgesamt gab es 12 Themen.
Zum Beispiel:
- Gebärdensprach-Avatare
- Künstliche Intelligenz (KI)
- 3D-Brillen
- Geräte mit Vibration am Arm oder Bauch
Diese Geräte geben Signale über den Körper.
So können gehörlose Menschen Informationen fühlen.
Auch Forschende aus Universitäten, zum Beispiel aus den USA, waren dabei.
Der DGB ist dabei
Der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) war bei der Konferenz vertreten.
Ein Mitarbeiter leitete einen Workshop.
Das Thema war: Verantwortung.
Es ging um wichtige Fragen:
- Wer entwickelt die Technik?
- Für wen ist die Technik?
- Wer entscheidet darüber?
- Welche Verantwortung hat der DGB?
- Welche Verantwortung haben technische Expertinnen und Experten?
Ein wichtiger Punkt war:
Technik muss mit gehörlosen Menschen entwickelt werden.
Nicht nur für sie.
Die Chance für den DGB
Die Konferenz hat eine wichtige Chance gezeigt:
Der DGB kann die Interessen der Gehörlosengemeinschaft stark vertreten.
Er kann früh in die Entwicklung neuer Technik eingreifen.
So wird aus reiner Innovation echte Barrierefreiheit.
Der DGB kann:
- als Ansprechpartner für Firmen und Hochschulen dienen
- klare Forderungen formulieren
- Qualitätsstandards prüfen
- Deaf Leads ausbilden und vernetzen
- internationale Kontakte aus Wien nutzen
Der DGB wirbt nicht gegen Technik.
Der DGB fordert:
Gehörlose Menschen müssen mitbestimmen.
Beteiligung ist wichtig
Viele Teilnehmende waren sich einig:
Gehörlose Menschen müssen beteiligt werden.
Das bedeutet:
- mitreden
- mitentscheiden
- mitgestalten
Nur so entsteht gute Technik.
Denn gehörlose Menschen wissen am besten, was sie brauchen.
Wer hat die Macht?
Ein wichtiges Thema war Macht.
Viele Menschen in der Technik haben:
- viel Wissen
- gute Bildung
- Einfluss
Sie entscheiden oft:
- Was wird entwickelt?
- Wie funktioniert die Technik?
Wenn gehörlose Menschen nicht beteiligt sind, entstehen Probleme.
Beispiel aus dem Alltag
Eine gehörlose Person arbeitet in einem Job mit Gebärdensprache.
Sie ist die einzige gehörlose Person im Team.
Trotzdem treffen andere die Entscheidungen.
Das ist ein Problem.
Besser ist:
Gehörlose Menschen arbeiten mit und entscheiden mit.
Das nennt man Mitbestimmung.
Abhängigkeit von Unternehmen
Viele Firmen interessieren sich für den Deaf-Bereich.
Das ist positiv.
Es entstehen neue Ideen und Produkte.
Aber:
Unternehmen wollen auch Geld verdienen.
Deshalb gibt es eine Gefahr:
Die Gehörlosengemeinschaft kann abhängig werden.
Darum braucht es klare Regeln:
- Wem gehören die Daten?
- Wer kontrolliert die KI?
- Wer entscheidet über die Nutzung?
- Wer verdient daran?
Besonders wichtig ist das bei Gebärdensprache.
Viele Daten kommen direkt aus der Community.
Diese Fragen werden in Zukunft noch wichtiger.
Gefahr des Technik-Hypes
Der Bericht wirkt teilweise sehr optimistisch.
Aber die Realität ist anders:
- Viele KI-Projekte verschwinden wieder.
- Viele Avatare wirken noch künstlich.
- Manche Lösungen sehen beeindruckend aus, helfen im Alltag aber wenig.
Deshalb sollte immer gefragt werden:
Welches konkrete Problem wird gelöst?
Nicht jede technische Innovation bedeutet automatisch mehr Barrierefreiheit.
Manchmal sind einfache und bewährte Lösungen hilfreicher.
Neue Technik sollte immer gemeinsam mit gehörlosen Menschen getestet werden.
Der Nutzen im Alltag muss wichtiger sein als große Versprechen.
KI entwickelt sich schnell
Künstliche Intelligenz entwickelt sich sehr schnell.
Viele neue Programme entstehen.
Große Firmen arbeiten daran.
Der DGB fragt sich:
Können wir mithalten?
Dafür braucht es Zusammenarbeit.
Eine Idee ist: Deaf Leads.
Das sind gehörlose Fachleute mit Führungsaufgaben.
Sie können:
- beraten
- mitentscheiden
- Verantwortung übernehmen
Der DGB könnte Deaf Leads ausbilden und an Unternehmen oder Forschungseinrichtungen vermitteln.
Austausch mit anderen Ländern
Bei der Konferenz trafen sich gehörlose Menschen aus vielen Ländern.
Das war wichtig.
Denn viele Länder haben ähnliche Fragen:
- Wie nutzen wir KI?
- Wie schützen wir Gebärdensprache?
- Wie schaffen wir Barrierefreiheit?
Der Austausch hilft, bessere Lösungen zu finden.
Der DGB kann diese Kontakte nutzen und sich stärker vernetzen.
Fazit: Die Zukunft selbst gestalten
Die Konferenz Deaf Tech zeigt:
Technik wird immer wichtiger.
Auch für gehörlose Menschen.
Es gibt Chancen.
Aber auch Risiken.
Die wichtigste Botschaft ist:
Gehörlose Menschen müssen beteiligt werden.
Nicht nur als Nutzer.
Nicht nur als Testpersonen.
Sondern als gleichberechtigte Partner.
Der DGB kann diese Aufgabe übernehmen.
Er kann die Brücke zwischen Gehörlosengemeinschaft, Technologie-Expertinnen und Unternehmen bilden.
Nur so entsteht Technik, die wirklich hilft.
Nur so wird Barrierefreiheit echt.

