Alexandra Adams ist die erste taubblinde Person in Großbritannien, die Ärztin geworden ist.
Sie hat über zehn Jahre hart für ihr Medizinstudium gearbeitet.
In dieser Zeit war sie oft krank.
Sie hatte viele Operationen.
Sie hatte achtmal eine Blutvergiftung (Sepsis).
Sie lag auf der Intensivstation.
Sie hatte auch Covid-19.
Insgesamt war sie 17 Monate im Krankenhaus.
Ein Arzt hat ihr damals sehr geholfen.
Er hat die Vorhänge zugezogen.
Er hat ihr seine eigene Narbe gezeigt.
Er sagte: „Ich weiß, wie du dich fühlst.“
Das hat ihr Mut gemacht.
Sie wollte auch anderen Menschen so helfen.
Sie sagte: „Diese Empathie kann ich jetzt nutzen, um anderen zu helfen.“
Zwei Abschlüsse
Alexandra Adams hat zwei Abschlüsse gemacht:
- Einen Abschluss in Medizin
- Einen Master in kreativem Schreiben
Gleich nach dem Studium hat sie ihren ersten Job als Ärztin angefangen.
Sie ist die erste taubblinde Ärztin in Großbritannien.
Sie sagt:
„Meine Behinderungen waren nicht das Problem.
Das Problem waren die Vorurteile von anderen Menschen.“
Wie sie mit Patienten spricht
Alexandra Adams kann trotz ihrer Behinderung normal mit Patienten sprechen.
Sie benutzt dafür moderne Hilfsmittel.
Ein wichtiges Hilfsmittel ist ein Bluetooth-Stethoskop.
Damit hört sie Herz- und Lungengeräusche.
Die Geräusche werden direkt an ihre Hörgeräte gesendet.
Sie muss das Stethoskop nicht in die Ohren halten.
Kleine Patienten finden das toll.
Manche sagen, sie habe „Super-Hörvermögen“.
Sie benutzt auch andere technische Geräte:
- Pager und Vibrationsalarm:
Diese Geräte vibrieren, wenn ein Arzt gerufen wird oder ein Monitor Alarm gibt.
Sie spürt dann, dass etwas passiert. - Induktionsschleifen und Streamer:
Diese Geräte senden Töne direkt an ihre Hörgeräte.
Wie sie mit ihrer Sehbehinderung arbeitet
Ihre eingeschränkte Sehkraft fällt anderen oft zuerst auf.
Aber Alexandra Adams sagt:
„Beim Einstich einer Infusionsnadel kommt es nicht auf das Sehen an.
Es kommt auf den Tastsinn und das Gefühl an.“
Medizin-Lehrer empfehlen den Studenten oft:
„Schließt die Augen.
Die besten sind diejenigen, die fühlen können.“
Weil Alexandra Adams schlecht sieht, ist ihr Tastsinn besonders gut.
Sie kann Venen ertasten und Injektionen setzen.
Ein Video zeigt ihre Arbeit
Alexandra Adams hat ein Video auf TikTok gepostet.
Darin zeigt sie, wie sie den Puls eines Patienten misst.
Das Video wurde Millionen Mal angesehen.
Sie zeigt darin, dass auch taubblinde Menschen sicher untersuchen können.
Vorurteile und Diskriminierung
Alexandra Adams sagt:
„Behinderung ist ein großes Spektrum.
Viele denken sofort: Das kann sie nicht machen.“
Diese Vorurteile haben ihr den Weg oft schwer gemacht.
Während ihrer Ausbildung musste sie mehrmals Pausen einlegen.
Nicht weil sie es nicht konnte, sondern weil andere nicht an sie glaubten.
Sie nutzt soziale Medien wie Instagram und TikTok.
Dort zeigt sie, dass viele Vorurteile falsch sind.
Sie macht eine „Mythbusting“-Reihe.
Das heißt: Sie widerlegt Mythen über Behinderung.
Sie hält auch Vorträge.
Sie möchte ihre Geschichte als Buch aufschreiben.
Sie sagt:
„Ich setze mich für bessere Bildung und Inklusion für Behinderte ein.“
Was Experten fordern
Viele Ärzte und Experten sagen:
Mehr Inklusion im Gesundheitswesen ist wichtig.
Der Bayerische Hausärzteverband sagt:
„Fast jeder Arzt trifft auf Patienten mit Behinderungen.
Das Medizinstudium muss darauf vorbereiten.“
Die Ärztegewerkschaft hat ein Positionspapier geschrieben.
Darin steht, was Ärzte über Behinderungen lernen sollen.
Was gesetzlich geregelt ist
Die UN-Behindertenrechtskonvention sagt in Artikel 25:
Niemand darf wegen einer Behinderung vom Gesundheitssystem ausgeschlossen werden.
In Deutschland sagen Politiker:
Barrierefreiheit muss Teil der Gesundheitspolitik sein.
2021 hat das Bundesverfassungsgericht gesagt:
Menschen mit Behinderungen werden im Gesundheitswesen oft diskriminiert.
Die Politik muss das ändern.
Aber es gibt noch viele Probleme:
- Es gibt zu wenig barrierefreie Arztpraxen.
- Es gibt nicht genug Gebärdensprachdolmetscher.
- Es gibt zu wenig Ausbildung zu Inklusion.
Was Inklusion im Gesundheitswesen bedeutet
Inklusion im Gesundheitswesen bedeutet zum Beispiel:
- Arztpraxen und Krankenhäuser müssen barrierefrei sein.
Das heißt: Rollstühle, Leitsysteme und Informationen in Leichter Sprache. - Es muss Gebärdensprachdolmetscher geben.
- Es muss Live-Untertitel für hörbehinderte Menschen geben.
- Ärzte müssen über Behinderungsthemen lernen.
Ihr zukünftiges Fachgebiet
Alexandra Adams überlegt, in welchem Bereich sie arbeiten möchte.
Sie denkt an:
- Geriatrie (Medizin für alte Menschen)
- Palliativmedizin (Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen)
Ihr ist Sicherheit sehr wichtig.
Sie sagt:
„Alles muss sicher sein.“
In diesen Fachgebieten kann sie ihre besonderen Fähigkeiten gut nutzen.
Ihre Zukunftsvision
Alexandra Adams will nicht im Rampenlicht stehen.
Sie will Menschen helfen.
Sie sagt:
„Es geht darum, anderen zu helfen.
Und gleichzeitig die Geschichte zu erzählen, wie ich es geschafft habe.“
Sie ist ein Vorbild für viele Menschen.
Sie zeigt:
Behinderungen sind kein Hinderungsgrund für einen Arztberuf.
Sie kämpft für mehr Gleichberechtigung im Gesundheitswesen.
Quellen:
Artikel von PEOPLE und Northeastern University London.
Interview mit Alexandra Adams.
Berichte über Inklusion im Gesundheitswesen.

