Berlin – Gehörlose Menschen sollen im Notfall besser geschützt werden. Deshalb gab es ein wichtiges Gespräch zwischen dem Gehörlosenverband Berlin e.V. und der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.
Das Thema war der Katastrophenschutz.
Katastrophenschutz bedeutet:
Menschen sollen bei großen Notfällen schnell Hilfe bekommen. Zum Beispiel bei einem Stromausfall, einem schweren Unfall oder einer anderen Gefahr.
Für den Gehörlosenverband Berlin nahmen der 1. Vorsitzende Steffen Helbing und der 2. Vorsitzende Uwe Schönfeld teil.
Auch viele andere wichtige Organisationen waren dabei:
- die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin,
- die Feuerwehr,
- die Polizei,
- das Deutsche Rote Kreuz (DRK),
- der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB),
- das Technische Hilfswerk (THW),
- das Behindertenparlament,
- die BAG SELBSTHILFE,
- die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.,
- der Landesfeuerwehrverband Berlin e.V.
- und weitere Fachstellen.
Alle Beteiligten wollten über eine wichtige Frage sprechen:
Wie können Menschen mit Behinderungen im Notfall besser informiert und geschützt werden?
Barrierefreie Notfall-App APP Life
Ein wichtiges Thema war die Notfall-App APP Life.
Diese App soll besonders für gehörlose, schwerhörige und taubblinde Menschen helfen.
Auch andere Menschen mit Behinderungen sollen die App nutzen können.
Im Notfall ist schnelle Hilfe sehr wichtig.
Viele hörende Menschen können einfach die Notrufnummer anrufen.
Für gehörlose Menschen ist das oft schwieriger.
Sie brauchen eine andere Möglichkeit, um mit Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdiensten zu kommunizieren.
Die APP Life soll genau diese Möglichkeit schaffen.
Menschen sollen damit im Notfall Hilfe rufen können.
Die Kommunikation soll barrierefrei sein.
Gebärdensprache rund um die Uhr notwendig
Der Gehörlosenverband Berlin betont:
Gehörlose Menschen brauchen auch im Notfall Unterstützung in Gebärdensprache.
Deshalb ist eine Erreichbarkeit von 24 Stunden am Tag und 7 Tagen in der Woche wichtig.
Das bedeutet:
Auch nachts und am Wochenende muss Hilfe erreichbar sein.
Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher sollen bei wichtigen Notfällen unterstützen können.
So können gehörlose Menschen ihre Situation erklären.
Missverständnisse können verhindert werden.
Stromausfall zeigte große Probleme
Ein Stromausfall im Süden von Berlin hat gezeigt:
Viele gehörlose Menschen bekommen wichtige Informationen nicht barrierefrei.
Bei einem Stromausfall funktionieren manche Informationswege nicht richtig.
Wenn Warnungen nur über Sprache oder Telefon kommen, können gehörlose Menschen benachteiligt sein.
Auch die Kommunikation mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten kann schwierig werden.
Gerade in einer gefährlichen Situation ist schnelle und klare Information besonders wichtig.
Niemand darf bei einem Notfall ausgeschlossen werden.
Gleichberechtigung durch Barrierefreiheit
Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben.
Darin steht:
Menschen mit Behinderungen sollen die gleichen Rechte haben wie alle anderen Menschen.
Dazu gehört auch:
- Zugang zu Informationen,
- Hilfe in Notfällen,
- Schutz bei Katastrophen.
Der Gehörlosenverband Berlin fordert deshalb bessere Lösungen.
Barrierefreiheit muss von Anfang an geplant werden.
Sie darf nicht erst nach einem Problem entstehen.
Gemeinsam Lösungen finden
Das Gespräch mit der SPD-Fraktion war nach Angaben des Gehörlosenverbandes sehr positiv.
Alle Beteiligten konnten ihre Erfahrungen austauschen.
Es wurde vereinbart:
Der Gehörlosenverband Berlin und andere Organisationen sollen künftig enger zusammenarbeiten.
Außerdem soll ein stärkeres Netzwerk für den Katastrophenschutz entstehen.
Ein Netzwerk bedeutet:
Viele Stellen arbeiten zusammen und helfen sich gegenseitig.
Das kann im Notfall Leben retten.
Anhörung im Abgeordnetenhaus
Die Gespräche gehen weiter.
Am kommenden Montag findet im Abgeordnetenhaus von Berlin eine Anhörung statt.
Dort sprechen Fachleute erneut über den Katastrophenschutz.
Auch die Situation von Menschen mit Behinderungen wird dabei eine Rolle spielen.
Hoffnung auf APP Life für Berlin
Der Gehörlosenverband Berlin hofft, dass die APP Life bald in Berlin eingeführt wird.
Die App soll nicht nur ein freiwilliges Angebot bleiben.
Sie soll dauerhaft abgesichert werden.
Eine feste Regelung könnte dafür sorgen, dass gehörlose Menschen im Notfall zuverlässig Hilfe bekommen.
Das wäre ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit und mehr Barrierefreiheit.
Ein wichtiges Zeichen für die Zukunft
Das Treffen zeigt:
Politik, Rettungsdienste und Menschen mit Behinderungen müssen zusammenarbeiten.
Nur gemeinsam können gute Lösungen entstehen.
Gehörlose Menschen müssen im Notfall genauso geschützt werden wie alle anderen Menschen.
Der Gehörlosenverband Berlin bringt die Erfahrungen der gehörlosen Menschen ein.
Damit kann der Katastrophenschutz in Berlin besser werden.
Der Gehörlosenverband Berlin bedankt sich bei der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus für die Einladung und den offenen Austausch.
Jetzt hoffen viele Menschen auf konkrete Verbesserungen.
Denn Sicherheit ist ein Recht für alle Menschen.
Symbolbild: Katastrophenschutz und Einsatzkräfte. Das Bild wurde mit KI erstellt.

