Berlin / Nairobi – Steffen Helbing möchte seine Arbeit für gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderungen künftig auch international stärken. Er plant eine Zusammenarbeit mit der Regierung von Kenia. Im Mittelpunkt stehen die Rechte, die Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe von gehörlosen Menschen und Menschen mit Behinderungen.
Was bedeutet das?
Steffen Helbing ist der 1. Vorsitzende des Gehörlosenverbandes Berlin e. V. Er setzt sich seit vielen Jahren für gehörlose Menschen ein. Er spricht über wichtige Themen wie Deutsche Gebärdensprache, Bildung, Barrierefreiheit und politische Teilhabe.
Jetzt möchte Helbing einen wichtigen Schritt gehen: Er will nicht nur in Deutschland arbeiten, sondern auch mit Menschen und Institutionen in anderen Ländern zusammenarbeiten. Sein erster wichtiger Partner soll Kenia sein.
Mit wem möchte Helbing zusammenarbeiten?
Helbing möchte mit zwei wichtigen Personen aus der kenianischen Regierung zusammenarbeiten:
- dem Regierungssprecher der Republik Kenia
- dem Leiter des Büros für Vielfalt, Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Dieses Büro gehört zur Präsidialkanzlei von Kenia. Es soll dafür sorgen, dass die Rechte von Menschen mit Behinderungen und anderen benachteiligten Gruppen in der gesamten Regierung besser beachtet werden.
Der Leiter dieses Büros ist Isaac Mwaura. Er war zuvor Regierungssprecher von Kenia. Im Juli 2026 wurde er von Präsident William Ruto zum Leiter des Büros für Vielfalt, Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderungen ernannt.
Neuer Regierungssprecher von Kenia ist seit Juli 2026 Charles Owino. Er ist für die offizielle Kommunikation der kenianischen Regierung zuständig.
Warum ist Kenia wichtig?
Kenia arbeitet daran, die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärker zu schützen. Das Büro von Isaac Mwaura soll Regierungsstellen dabei unterstützen, gemeinsam für mehr Inklusion zu sorgen. Das bedeutet: Menschen mit Behinderungen sollen nicht außen vor bleiben. Sie sollen die gleichen Chancen bekommen wie alle anderen Menschen.
Auch digitale Angebote sollen barrierefrei werden. Das heißt zum Beispiel: Webseiten, Apps und digitale Dienste der Regierung sollen so gestaltet sein, dass gehörlose Menschen, blinde Menschen und Menschen mit anderen Behinderungen sie gut nutzen können.
Genau diese Themen passen zu der Arbeit von Steffen Helbing. Er kämpft in Deutschland ebenfalls für Barrierefreiheit, Gebärdensprache und gleiche Rechte.
Was ist das Ziel der Zusammenarbeit?
Helbing möchte mit der kenianischen Regierung eine offizielle Kooperationsvereinbarung schließen. Eine Kooperationsvereinbarung ist ein schriftlicher Vertrag oder eine klare Absprache. Darin steht, wie die Zusammenarbeit aussehen soll und welche Ziele beide Seiten haben.
Sobald diese Vereinbarung geschlossen ist, möchte Helbing nach Kenia reisen. Dort will er persönliche Gespräche mit Regierungsvertretern führen. Er möchte besprechen, wie die Zusammenarbeit weiterentwickelt werden kann.
Wichtige Themen sollen dabei sein:
- Die Rechte von gehörlosen Menschen
- Die Rechte von Menschen mit Behinderungen
- Gleiche Teilhabe in der Gesellschaft
- Barrierefreiheit im Alltag
- Gebärdensprache und Kommunikation
- Bildung und Arbeit
- Internationale Vernetzung
Was bedeutet „Inklusion“?
Inklusion ist ein wichtiges Wort. Es bedeutet: Alle Menschen gehören dazu. Kein Mensch darf wegen einer Behinderung, wegen Gehörlosigkeit oder aus anderen Gründen ausgeschlossen werden.
Für gehörlose Menschen bedeutet Inklusion zum Beispiel:
- Informationen müssen auch in Gebärdensprache zugänglich sein.
- Untertitel müssen bei Videos und im Fernsehen vorhanden sein.
- Ämter, Schulen und Krankenhäuser müssen verständlich kommunizieren.
- Gebärdensprachdolmetscher müssen zur Verfügung stehen.
- Gehörlose Menschen müssen bei politischen Entscheidungen mitreden können.
Helbing betont immer wieder: Es reicht nicht, dass gehörlose Menschen bei einem Treffen dabei sind. Sie müssen auch wirklich gehört werden und Einfluss haben können.
Warum ist internationale Arbeit wichtig?
Viele Probleme von gehörlosen Menschen gibt es nicht nur in einem Land. Sie gibt es in vielen Ländern der Welt. Zum Beispiel:
- Viele Informationen sind nur in Schriftsprache verfügbar.
- Gebärdensprache wird oft nicht genug anerkannt.
- Menschen mit Behinderungen haben weniger Chancen bei Bildung und Arbeit.
- Politische Entscheidungen werden oft ohne gehörlose Menschen getroffen.
Wenn Länder und Organisationen zusammenarbeiten, können sie voneinander lernen. Sie können Ideen austauschen. Sie können gemeinsam stärker für Rechte kämpfen. Das ist der Grund, warum Helbing internationale Vernetzung wichtig findet.
Helbing hatte bereits Erfahrung mit internationalen Ideen. Gemeinsam mit Florjan arbeitete er an der Idee einer Balkan Union of the Deaf. Das soll eine starke Gemeinschaft für taube Menschen auf dem Balkan werden. Auch dabei geht es darum, über Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.
Helbings Arbeit in Deutschland
Steffen Helbing ist in der deutschen Deaf-Community bekannt. Er berichtet regelmäßig über seine politischen Gespräche und Aktivitäten. Er zeigt dabei nicht nur Texte oder Berichte, sondern auch Videos. So können gehörlose Menschen direkt sehen, was passiert, wer handelt und welche Forderungen gestellt werden.
In Berlin setzt er sich unter anderem dafür ein, dass die Deutsche Gebärdensprache als Minderheitensprache anerkannt wird. Außerdem fordert er bessere Bildung für gehörlose Schüler und eine stärkere Umsetzung des Landesbarrierefreiheitsgesetzes.
Er war auch bei einer Sitzung im Abgeordnetenhaus von Berlin dabei. Dort ging es um die Teilhabe gehörloser Menschen. Helbing machte deutlich: Teilhabe bedeutet mehr als nur anwesend zu sein. Gehörlose Menschen müssen wirklich mitbestimmen können.
Was passiert als Nächstes?
Zurzeit ist die Zusammenarbeit noch in der Vorbereitung. Eine offizielle Kooperationsvereinbarung wurde noch nicht geschlossen. Helbing möchte aber die Gespräche mit Kenia weiterführen.
Der nächste Schritt wäre eine Reise nach Kenia. Dort möchte Helbing mit Regierungsvertretern sprechen. Es geht um konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Wichtig ist: Noch gibt es keine fertigen Ergebnisse oder beschlossenen Projekte. Aber der Plan zeigt eine klare Richtung. Helbing möchte gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderungen international stärker vernetzen.
Warum ist diese Nachricht wichtig?
Diese Nachricht ist wichtig, weil sie zeigt: Die Rechte von gehörlosen Menschen sind nicht nur ein Thema für ein einzelnes Land. Sie sind ein weltweites Thema.
Gehörlose Menschen in Deutschland, Kenia und anderen Ländern haben viele ähnliche Erfahrungen. Sie kämpfen oft um Zugang zu Informationen, Bildung, Arbeit, Gesundheit und Politik. Wenn sich Menschen aus verschiedenen Ländern austauschen, können sie voneinander lernen und gemeinsam stärker werden.
Die geplante Zusammenarbeit zwischen Steffen Helbing und Vertretern der kenianischen Regierung kann deshalb ein wichtiger Schritt sein. Sie kann helfen, dass gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderungen weltweit besser gehört werden.
Fazit
Steffen Helbing möchte seine Arbeit für gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderungen international erweitern. Er plant eine Zusammenarbeit mit dem Regierungssprecher von Kenia und dem Leiter des Büros für Vielfalt, Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Wenn die offizielle Vereinbarung steht, möchte Helbing nach Kenia reisen und persönliche Gespräche führen. Sein Ziel ist klar: mehr internationale Vernetzung, mehr Rechte, mehr Inklusion und mehr gleichberechtigte Teilhabe für gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderungen.
Die Deaf-Community kann gespannt sein, wie sich diese internationale Zusammenarbeit entwickelt.
Bild: Steffen Helbing

