Home HörgeschädigtGebärdenspracheAutomechaniker lernen Gebärdensprache für bessere Kommunikation

Automechaniker lernen Gebärdensprache für bessere Kommunikation

by info@deaf24.com

In Sunderland, England, haben Automechaniker in einer Nissan-Werkstatt begonnen, Gebärdensprache zu lernen. Sie hoffen, dadurch die Kommunikation mit ihren gehörlosen Kollegen zu verbessern und sowohl die Arbeitsbedingungen als auch das allgemeine Leben zu bereichern.

Das Team und die Entscheidung

Michael Connolly, ein 45-jähriger Automechaniker, ist einer von vier gehörlosen Mitarbeitern in einem 25-köpfigen Team, das in der Stoßstangen-Lackierabteilung des Nissan-Werks arbeitet. Als er gefragt wurde, was er von der Entscheidung seiner Kollegen hält, Gebärdensprache zu lernen, antwortete er mit einem universellen Symbol: Zwei Daumen hoch.

Die Initiative

Die Idee, Gebärdensprache zu lernen, entstand aus einem breiteren Bestreben heraus, die Effizienz im Sunderland-Werk zu verbessern. Während Nissan Maßnahmen ergriff, um die Schulungen zu überarbeiten und den Einsatz von visuellen Hilfsmitteln bei Besprechungen zu erhöhen, entschied sich das Stoßstangen-Lackierteam, einen Schritt weiter zu gehen und Gebärdensprache zu lernen.

Die Herausforderung und die Lösung

John Johnson, der Vorgesetzte des Teams, gibt zu, dass es zunächst einschüchternd war, sich die Kombination aus Gesten, Gesichtsausdrücken und Körpersprache der Britischen Gebärdensprache (BSL) anzueignen. Aber es half ihm zu verstehen, was das Leben für Connolly und die anderen gehörlosen Arbeiter bedeutete, als sie versuchten, ihre Arbeit zu lernen und in ein Team zu passen.

Die Wirkung

Teri Devine, die stellvertretende Direktorin für Inklusion und Beschäftigung beim Royal National Institute for Deaf People, sagt, dass die Entscheidung des Teams sehr ungewöhnlich ist. Viele Arbeitgeber bemühen sich, mit gehörlosen Arbeitnehmern in Kontakt zu treten und sie einzubeziehen, aber nur wenige gehen so weit, Gebärdensprache zu lernen.

Fazit

Die Entscheidung des Teams, Gebärdensprache zu lernen, hat den Dialog und den Teamgeist gefördert und geht weit über die reine Arbeitskommunikation hinaus. Dieser Schritt kann als Vorbild für andere Unternehmen dienen, um inklusivere Arbeitsumfelder zu schaffen.

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