Home NewsSüdamerikaPriester verurteilt: Gehörlose Opfer hoffen auf Papst

Priester verurteilt: Gehörlose Opfer hoffen auf Papst

by info@deaf24.com


In Argentinien wurde ein schockierender Missbrauchsskandal aufgedeckt. Zwei Priester wurden wegen sexuellen Missbrauchs an tauben Kindern in einer katholischen Schule zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Fall sorgte weltweit für Empörung, da die Verbrechen über Jahre hinweg stattfanden und Hinweise auf den Missbrauch ignoriert wurden. Viele der Opfer, die heute erwachsen sind, fordern nun Konsequenzen von der katholischen Kirche. Sie hoffen, dass Papst Franziskus endlich Stellung bezieht und die verantwortlichen Priester aus der Kirche entfernt.

Harte Strafen für die Priester

Ein Gericht in Mendoza verurteilte die Priester Nicola Corradi (83) zu 42 Jahren und Horacio Corbacho (59) zu 45 Jahren Gefängnis. Ein Gärtner der Schule, Armando Gómez, bekam 18 Jahre Haft. Die Verbrechen fanden zwischen 2005 und 2016 an der katholischen Schule Antonio Provolo statt. Dort wurden taube und hörbehinderte Kinder unterrichtet.

Schwere Vorwürfe

Die Priester missbrauchten taube Kinder in den Schlafräumen und Toiletten der Schule. Die Kinder mussten schlimme Dinge ertragen. Einige Opfer sagten, sie wurden mit Ketten festgebunden. Zudem fanden Ermittler belastende Beweise, darunter Nacktbilder auf Corbachos Computer. Es gab Hinweise, dass Beschwerden von Eltern nicht beachtet wurden.

Warum schwieg der Papst?

Der Haupttäter Corradi war schon vorher in Italien wegen Missbrauchs bekannt. Trotzdem konnte er in Argentinien weiterarbeiten. Der Vatikan wusste seit 2009 von den Vorwürfen gegen ihn. Viele fragen: Warum hat der Papst nichts unternommen? Wurde der Schutz der Kinder nicht ernst genommen?

Die Hoffnung der Opfer

Die Opfer wollen, dass der Papst die Priester aus der Kirche entfernt. Ein Kirchenvertreter sagt, das werde wahrscheinlich passieren. Doch viele Opfer haben das Vertrauen in die Kirche verloren, weil der Vatikan jahrelang nichts getan hat.

Fazit: Gerechtigkeit für die Opfer?

Das Gerichtsurteil ist ein wichtiger Schritt. Doch viele Opfer glauben, dass es nicht reicht. Sie fordern, dass die Kirche Verantwortung übernimmt und dass der Papst endlich klare Worte spricht. Sie wollen Gerechtigkeit und Schutz für andere Kinder, damit sich so etwas nie wiederholt.

Fotovon Marcelo Ruiz Mendoza / AP Photo

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