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Rente: Mit Schwerbehinderung weniger Steuern zahlen

by info@deaf24.com

Ab Juli 2025 erhalten Millionen Rentner in Deutschland mehr Geld. Die genaue Höhe der Erhöhung ist noch nicht bekannt, aber Experten erwarten 4 bis 6 Prozent. Doch mehr Rente bedeutet auch, dass einige Rentner nun Steuern zahlen müssen. Eine anerkannte Schwerbehinderung kann jedoch helfen, die Steuerlast zu senken oder sogar ganz zu vermeiden.

Wann müssen Rentner Steuern zahlen?

Nicht alle Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben. Entscheidend ist, wie hoch die jährliche Rente ist und wann der Renteneintritt war.

  • Grenze für Steuerpflicht: Rentner, die 2024 in Rente gingen, müssen ab einer Bruttojahresrente von 16.434 Euro eine Steuererklärung machen.
  • Grundfreibetrag: Liegt das Einkommen über 11.604 Euro (2024), wird eine Steuererklärung nötig.
  • Höherer Rentenfreibetrag für ältere Rentner: Wer schon länger in Rente ist, hat höhere Freibeträge und muss später Steuern zahlen.

Aber: Auch wer eine Steuererklärung machen muss, zahlt nicht automatisch Steuern. Hier kann ein Grad der Behinderung (GdB) helfen.

Wie hilft ein Grad der Behinderung (GdB) bei der Steuer?

Ein anerkannter GdB senkt das steuerpflichtige Einkommen durch zusätzliche Freibeträge.

  • GdB 20: 384 Euro Steuerfreibetrag pro Jahr
  • GdB 50: 1.140 Euro Steuerfreibetrag
  • GdB 80 mit bestimmten Merkzeichen (z. B. Taubblindheit): +4.500 Euro
  • Hilflose Personen: Bis zu 7.400 Euro Freibetrag + ggf. weitere 4.500 Euro

Maximal sind 11.900 Euro Steuerfreibetrag möglich. Das kann dazu führen, dass Rentner unter dem Grundfreibetrag bleiben und keine Steuererklärung abgeben müssen.

Wann lohnt sich ein GdB besonders?

Ein GdB kann nicht nur Steuern senken, sondern auch andere Vorteile bringen, etwa Vergünstigungen im Nahverkehr. Steuerlich lohnt sich ein GdB besonders, wenn:

  • Die Rente knapp über dem Steuerfreibetrag liegt.
  • Regelmäßige Gesundheits- oder Pflegekosten anfallen.
  • Ein Pflegegrad besteht oder beantragt wird.

Experten raten: Wer einen Pflegegrad beantragt, sollte auch gleich einen GdB-Antrag stellen.

Wie kann ein GdB beantragt werden?

Ein GdB wird beim Versorgungsamt beantragt. Wichtige Schritte:

  1. Antragsformular ausfüllen (gibt es online oder beim Amt).
  2. Ärztliche Unterlagen einreichen, um die Behinderung nachzuweisen.
  3. Bescheid abwarten – bei Ablehnung kann Widerspruch eingelegt werden.

Sobald der GdB bewilligt ist, kann der Steuerfreibetrag genutzt werden.

Fazit: Mit GdB Steuern sparen und Vorteile nutzen

Die Rentenerhöhung 2025 kann dazu führen, dass einige Rentner erstmals Steuern zahlen müssen. Ein anerkannter GdB hilft, das steuerpflichtige Einkommen zu senken. In vielen Fällen entfällt dadurch sogar die Steuererklärungspflicht. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte frühzeitig einen Antrag stellen, um langfristig finanziell entlastet zu werden.

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