Home HörgeschädigtPolitikViele Paare wollen Kinder – aber sie rechnen jeden Euro

Viele Paare wollen Kinder – aber sie rechnen jeden Euro

by info@deaf24.com

Deutschland hat ein Problem: Frauen bekommen im Durchschnitt nur 1,35 Kinder. Das ist zu wenig, um die Zukunft des Landes zu sichern. Ohne Kinder wird es später zu wenig Fachkräfte geben. Auch die Renten und die Pflege werden schwieriger.

Viele Experten sagen: Es gibt viele Gründe, warum Paare keine Kinder bekommen. Zu wenige Kitas. Hohe Mieten. Unsichere Jobs. Probleme in der Welt. Angst vor Klimawandel. Alles stimmt. Aber ein Grund wird oft vergessen: das Geld. Viele Paare rechnen genau nach, ob sie sich ein Kind leisten können.

 

Doppelverdiener am Küchentisch

Eine Freundin erzählt: „Wir wollen gern ein Kind. Aber wir können es uns nicht leisten.“
Sie ist Anfang 30, Akademikerin, hat eine gute Stelle und verdient 7.800 Euro brutto. Ihr Mann verdient 6.500 Euro. Zusammen verdienen sie also viel Geld. Doch das reicht nicht, um ein Kind zu bekommen, ohne finanzielle Sorgen.

Warum? Die beiden haben lange studiert. Sie haben erst spät angefangen zu arbeiten. Sie haben wenig Vermögen. Sie mussten Studienkredite zurückzahlen. Sie sparen privat für die Rente. Sie sind nicht reich, nur gut verdienend.

Viele Paare wie sie wollen Kinder. Sehr sogar. Aber sie rechnen nach:

  • Miete in München, Berlin, Hamburg, Köln oder Stuttgart
  • Kita-Gebühren
  • Lebenshaltungskosten wie Essen, Strom, Telefon, Auto, Versicherungen
  • Einkommensverlust durch Elternzeit

Beispiel: Die Frau verdient mehr. Geht sie acht bis zehn Monate in Elternzeit, fällt ihr Gehalt weg. Es bleibt nur das Gehalt vom Mann: netto 4.500 Euro. Viel Geld, aber zu wenig für eine Miete von über 2.000 Euro plus alle anderen Kosten.

In den ersten Monaten geht es ums Stillen, Erholung, Bindung. Also bleibt oft die Entscheidung: Arbeiten gehen oder auf das Geld verzichten. Viele sagen: „Sorry Baby, wir brauchen das Geld.“

 

Wer das System finanziert, bekommt wenig zurück

Die Botschaft ist klar: Wer viel arbeitet, viel Steuern und Sozialabgaben zahlt, bekommt vom Staat wenig Unterstützung zurück. Genau diese Doppelverdiener finanzieren das Land. Wer weniger verdient, bekommt mehr Hilfe. Wer mehr verdient, muss alles selbst rechnen.

Viele Familien überlegen genau: Miete gegen Mutterschaft, Altersvorsorge gegen Auszeit, Sicherheit gegen Sehnsucht.

 

Familien aus anderen Herkünften

Viele Familien mit Migrationshintergrund haben mehrere Kinder. Sie erhalten oft Unterstützung vom Staat: Wohngeld, Kindergeld, andere Leistungen. Sie wissen, dass der Staat hilft, und planen danach ihre Familiengröße.

Dabei gibt es Unterschiede: Viele Migranten haben keine qualifizierten Berufe. Sie verdienen weniger Geld als deutsche Doppelverdiener mit Hochschulabschluss. Trotzdem bekommen sie staatliche Unterstützung. Deutsche Familien mit Karriere können oft nicht alle Leistungen beanspruchen, obwohl sie hohe Steuern und Sozialabgaben zahlen.

Das erzeugt Unmut: Wer viel arbeitet, wird bestraft, wer wenig verdient oder weniger qualifiziert ist, bekommt Hilfe.

 

Politik und Familienpolitik

Die Politik ist oft familienunfreundlich. Leistungen werden nach Einkommen berechnet. Gut verdienende Paare werden benachteiligt.

Linke Parteien und SPD wollen oft die „Reichen“ einschränken oder umverteilen. Das trifft die Familien, die arbeiten und Steuern zahlen. Kinder sollten gefördert werden, nicht die Eltern bestraft. Das ist eine falsche Philosophie. Familienpolitik muss alle Familien unterstützen, besonders die, die Kinder bekommen und arbeiten.

 

Gehörlose Familien in der Armutsfalle

Viele Gehörlose leben in Armut. Sie haben schlechte Jobs oder keine Arbeit, weil Arbeitsagenturen und Vermittler nicht barrierefrei arbeiten. Kommunikationsbarrieren verhindern Chancen auf gute Arbeit.

Für gehörlose Paare ist Kinderplanung sehr schwierig: Sie müssen Einkommen sichern, Kita finden, Elternzeit planen – alles ohne faire Unterstützung.

 

Blick ins Ausland

Wie ist es in anderen Ländern? Viele Länder haben ähnliche Probleme wie Deutschland:

  • In Südeuropa, wie Italien oder Spanien, bekommen Frauen weniger als 1,5 Kinder im Durchschnitt. Gründe: hohe Arbeitslosigkeit, teure Kinderbetreuung, wirtschaftliche Unsicherheit.
  • In skandinavischen Ländern, wie Schweden oder Norwegen, bekommen Frauen mehr Kinder. Gründe: gute Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten, großzügige Elternzeit, staatliche Unterstützung.
  • Auch in Japan oder Südkorea wollen viele Paare weniger Kinder. Gründe: hohe Kosten, lange Arbeitszeiten, Wohnungsprobleme, Karrieredruck.

Das zeigt: Finanzielle Sicherheit und Familienfreundlichkeit der Politik haben großen Einfluss auf Kinderplanung. Länder, die Familien gezielt unterstützen, bekommen mehr Kinder. Länder, die Familien belasten oder nur nach Einkommen fördern, haben weniger Kinder.

 

Konsequenzen für die Zukunft

Wir sprechen über Fachkräftemangel, Rentenlücken, Pflegeprobleme. Aber wir wissen: Kinder sind die Grundlage für die Zukunft des Landes.

Trotzdem sitzen gut ausgebildete Paare am Küchentisch und rechnen, ob sie ein Kind bekommen können.

Ein Land, das bei denen kürzt, die seine Zukunft sichern, ist schlecht beraten. Die Quittung kommt später: weniger Fachkräfte, Rentenprobleme, mehr Armut, soziale Spannungen.

Kinderplanung ist kein privates Problem mehr. Sie zeigt, wie fair ein Land ist. Ein Land muss alle Familien unterstützen – egal, wie viel sie verdienen oder welche Herkunft sie haben.

Bild von Robster_91 auf Pixabay

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