In Izmir wurde ein schwerhöriger 7-jähriger Junge namens Gökhan in der Schule gemobbt – sowohl von seinen Mitschülern als auch von einem Lehrer. Die Familie des Kindes erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schule und die Lehrer, da sie nicht nur das Mobbing nicht verhinderten, sondern auch den Vorfall missachteten, was zu psychischen Schäden bei Gökhan führte.

Mobbing durch Mitschüler und Reaktion des Lehrers
Gökhan, der mit einem Hörgerät lebt, berichtete seinem Lehrer, dass seine Mitschüler ihm das Hörgerät vom Kopf gerissen und auf den Boden geworfen hätten, wodurch es beschädigt wurde. Doch der Lehrer reagierte laut Gökhan mit den Worten: „Wenn es fertig ist, dann ist es so. Wenn es nicht funktioniert, dann ist es so.“ Diese Antwort ließ das Kind mit seiner Verletzung und seiner Frustration allein. Die Familie erstattete daraufhin Anzeige gegen den Lehrer, da sie die Reaktion als völlig unakzeptabel erachtete.
Forderungen der Familie und die Missachtung von Gökhan’s Rechten
Die Familie von Gökhan fordert nun, dass die zuständigen Institutionen, wie das Bildungsministerium und die Bildungsdirektion von Izmir, umgehend gegen die Nachlässigkeit und das Fehlverhalten des Lehrers vorgehen. Sie betonen, dass sie jedes Mal erhebliche Beträge für die Reparatur des Hörgeräts aufbringen mussten, um nicht auf die Unterstützung des Staates angewiesen zu sein. Doch trotz dieser Bemühungen wird Gökhan in seiner schulischen Entwicklung immer wieder behindert. Die Familie zeigt sich darüber hinaus enttäuscht, dass die vom Staat vorgesehenen Hilfen für Kinder mit Behinderungen von den Lehrern ignoriert werden.
Verstöße gegen Privatsphäre und weiterer Missbrauch
Zusätzlich zu den Vorwürfen des Mobbings macht die Familie schwere Vorwürfe gegen den Lehrer, der angeblich Bilder von Gökhan ohne die Zustimmung der Eltern in sozialen Medien veröffentlicht hat. Diese Handlung verstößt nicht nur gegen die Privatsphäre des Kindes, sondern zeigt auch ein unprofessionelles Verhalten des Lehrers, der angeblich während der Arbeitszeit Beiträge auf TikTok veröffentlichte. Die Familie fordert die sofortige Entfernung der Bilder und eine Entschuldigung.
Psychische Schäden und Diskriminierung
Die Familie berichtet, dass Gökhan psychische Schäden erlitten hat, insbesondere nach einem Vorfall am Zeugnistag, bei dem der Lehrer Gökhan nicht in ein Gruppenfoto einbezog. Der Junge erinnere sich noch heute an diesen Moment und sei sehr aufgebracht, wenn das Wort „Foto“ erwähnt werde. Gökhan’s Mutter, Duygu Akkal, selbst Erzieherin, verurteilt das Verhalten des Lehrers scharf. Sie betont, dass es die Aufgabe von Erziehern sei, Kinder zu unterstützen und Diskriminierung keinen Platz in der Bildung habe.
Fazit
Die Familie Akkal setzt sich mit aller Kraft für die Rechte ihres Sohnes ein und fordert Gerechtigkeit. Sie hat Strafanzeige gegen den Lehrer erstattet und wird sich dafür einsetzen, dass das psychische Trauma von Gökhan offiziell anerkannt und dokumentiert wird. Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, dass Lehrer und Schulen ihre Verantwortung gegenüber allen Kindern ernst nehmen, insbesondere gegenüber Kindern mit Behinderungen, die bereits mit vielen Herausforderungen konfrontiert sind. Die Familie bleibt entschlossen, für Gökhan zu kämpfen und diesen Fall weiter zu verfolgen.

