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DGS als Minderheitensprache: Was bedeutet das?

by info@deaf24.com

Am 3. Dezember 2024 hat der Bundesjugendring gefordert: Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) soll als Minderheitensprache anerkannt werden. Warum ist das wichtig? Weil damit die Rechte tauber Menschen gestärkt und ihre Teilhabe in Bildung, Kultur und Gesellschaft verbessert werden sollen.

Was ist das Ziel?

Die DGS soll nach der Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitensprachen geschützt werden. Das bedeutet:

  • Bessere Bildung: DGS soll in Förderschulen gleichwertig zur Lautsprache unterrichtet werden. In Regelschulen soll sie ein Wahlfach werden. Erzieherinnen und Lehrerinnen sollen gezielt in DGS ausgebildet werden.
  • Mehr Sichtbarkeit: DGS soll in Medien, Theatern und öffentlichen Veranstaltungen genutzt werden.
  • Aufklärung: Alle Menschen sollen über die Kultur tauber Communities lernen – zum Beispiel durch Kampagnen oder Schulprojekte.

Warum braucht es einen Gebärdensprachrat?

Ein nationaler Rat soll die Qualität der DGS sichern, neue Gebärden entwickeln und regionale Dialekte erhalten. Denn die DGS hat – wie Lautsprachen – eigene Dialekte, die durch die späte Anerkennung 2002 entstanden sind.

Fingeralphabet: Ein wichtiges Werkzeug

Das Fingeralphabet ist kein Ersatz für Gebärden, hilft aber bei schwierigen Wörtern oder Namen. In Deutschland nutzen wir das einhändige Alphabet, in anderen Ländern gibt es Unterschiede.

Fazit

Die Anerkennung der DGS als Minderheitensprache ist ein großer Schritt für Gleichberechtigung. Sie hilft, historische Diskriminierung aufzuarbeiten und sichert die Zukunft tauber Menschen in Deutschland.

Einstimmig beschlossen vom Bundesjugendring am 3.12.2024.

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