Ein gehörloser Rentner aus Frankfurt wollte am Abend in seinem Auto das Licht einschalten. Doch er drückte versehentlich auf den Notrufknopf. Weil er die Fragen der Notrufzentrale nicht hören konnte, wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Die Stadt Frankfurt verlangt nun 700 Euro für den Einsatz – und zeigt dabei keine Rücksicht auf die Gehörlosigkeit des Mannes.
Warum drückte der Gehörlose den Notruf?
In vielen modernen Autos gibt es Notrufknöpfe, die oft in der Nähe anderer Bedienelemente wie Licht- oder Schiebedachknöpfe angebracht sind. Besonders im Dunkeln kann es leicht zu Verwechslungen kommen. Genau das passierte dem Rentner.
Als der Notruf ausgelöst wurde, versuchte die Zentrale, ihn zu kontaktieren. Da er jedoch taub ist, konnte er die Fragen nicht hören und nicht antworten. Weil keine Rückmeldung kam, wurde automatisch ein Notfall ausgelöst.
Die Stadt Frankfurt und die Feuerwehr zeigen keine Gnade
Kurz nach dem Vorfall erhielt der Rentner eine Rechnung über 700 Euro. Er legte Einspruch ein und erklärte, dass es sich um ein Missgeschick handelte und er als Gehörloser die Fragen der Notrufzentrale nicht beantworten konnte. Doch die Stadt Frankfurt lehnte den Einspruch ohne jede Rücksicht ab.
Auch die Feuerwehr zeigte keine Gnade und verwies den Rentner an seine Versicherung mit der knappen Antwort: „Kontaktieren Sie Ihre Versicherung!“ Doch die Versicherung verweigert die Zahlung.
Warum zahlt die Versicherung nicht?
Viele denken, dass eine Versicherung solche Kosten übernimmt. Doch das ist oft nicht der Fall:
- Die Kfz-Versicherung zahlt nur bei Unfällen oder Diebstahl.
- Die Privathaftpflichtversicherung deckt oft keine Fehlalarme ab.
- Eine Rechtsschutzversicherung könnte helfen, um gegen die Rechnung zu klagen. Doch viele Rentner können sich eine teure Klage nicht leisten.
Ist das Diskriminierung?
Ja! Die Stadt Frankfurt und die Feuerwehr berücksichtigen nicht, dass der Mann aufgrund seiner Gehörlosigkeit den Notruf nicht stoppen konnte. Die Probleme:
- Der Rentner konnte nicht absichtlich einen Fehlalarm auslösen.
- Es gibt keine barrierefreie Lösung für Gehörlose, um einen Notruf abzubrechen.
- 700 Euro sind für einen Rentner eine enorme Belastung.
Die Stadt Frankfurt verletzt damit die UN-Behindertenrechtskonvention, die eine barrierefreie Kommunikation für alle fordert.
Welche Lösungen braucht es?
Dieser Fall zeigt, dass Notrufsysteme nicht ausreichend für Gehörlose angepasst sind. Deshalb fordert Deaf24:
- Die Stadt Frankfurt muss die Rechnung erlassen oder reduzieren!
- Gehörlose brauchen eine Möglichkeit, Notrufe per App oder SMS zu bestätigen oder abzulehnen!
- Notrufknöpfe in Autos müssen besser gekennzeichnet oder beleuchtet sein, um Verwechslungen zu verhindern!
- Behörden müssen Rücksicht auf Menschen mit Behinderung nehmen!
Fazit: Ein unfairer Fall, der gelöst werden muss!
Der gehörlose Rentner soll 700 Euro zahlen, weil er aus Versehen den falschen Knopf gedrückt hat. Das ist ungerecht! Die Stadt Frankfurt und die Feuerwehr müssen Verantwortung übernehmen und Gehörlosen barrierefreie Lösungen bieten, damit so etwas nicht wieder passiert.
Wie viele Gehörlose werden als Nächstes ungerecht bestraft? Deaf24 bleibt dran!

