Home Non udentiPolitikZusammenarbeit mit Politikern und die Wichtigkeit von guten Konzepten

Zusammenarbeit mit Politikern und die Wichtigkeit von guten Konzepten

by info@deaf24.com

Damit die Situation für Gehörlose besser wird, müssen Verbände enger mit Politikern zusammenarbeiten. Politiker können neue Gesetze machen und wichtige Änderungen durchsetzen. Dafür braucht es klare Argumente und gute Ideen, die zeigen, warum diese Veränderungen notwendig und sinnvoll sind.

Warum Zusammenarbeit mit Politikern wichtig ist

  1. Neue Gesetze für Barrierefreiheit:
    Politiker können gesetzlich festlegen, dass in Behörden ab einer bestimmten Größe Mitarbeiter mit Gebärdensprachkenntnissen vorhanden sein müssen.
  2. Umsetzung der UN-Konvention:
    Deutschland hat sich durch die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, Barrieren für Menschen mit Behinderung abzubauen. Leider wurde dies seit Jahrzehnten vernachlässigt. Politiker müssen jetzt endlich handeln und diese Verpflichtungen umsetzen.
  3. Langfristige Lösungen:
    Gesetze schaffen Standards, die überall gelten. So werden Verbesserungen dauerhaft umgesetzt.
  4. Förderung von Projekten:
    Politiker können Mittel bereitstellen, um Gebärdensprachkurse, Schulungen und die Einstellung von Fachkräften zu finanzieren.

Gute Argumente für Veränderungen

  1. Zeit- und Kostenersparnis:
    Wenn Behördenmitarbeiter Gebärdensprache können, sind keine Dolmetscher nötig. Das spart Zeit und Geld.
  2. Bessere Erreichbarkeit:
    Gehörlose können schneller und direkt mit Behörden kommunizieren, ohne auf Hilfe warten zu müssen.
  3. Mehr Kapazitäten für Dolmetscher:
    Dolmetscher können sich auf schwierige Fälle konzentrieren, anstatt für einfache Behördengänge gebucht zu werden.

Einfache Konzepte für mehr Barrierefreiheit

  1. Gebärdensprachkurse für Mitarbeiter:
    In Behörden mit vielen Mitarbeitern sollten Schulungen angeboten werden. Neue Bewerber könnten zusätzlich gefragt werden, ob sie bereit sind, Gebärdensprache zu lernen.
  2. Kennzeichnung in Behörden:
    Mitarbeiter mit Gebärdensprachkenntnissen könnten ein Schild oder Abzeichen tragen. Am Eingang von Behörden sollte ein Zeichen „Gebärdensprache verfügbar“ angebracht werden.
  3. Gebärdensprache fördern:
    Schulen könnten Gebärdensprache als Wahlfach anbieten, damit mehr Menschen diese Sprache lernen.

Was können Verbände tun?

  • Politiker informieren:
    Verbände sollten regelmäßig Gespräche mit Politikern führen und erklären, warum diese Maßnahmen wichtig sind.
  • Klar und konkret sein:
    Es hilft, genaue Zahlen und Beispiele zu nennen, z. B. wie viele Gehörlose in Deutschland von solchen Änderungen profitieren würden.
  • Zusammenarbeit mit anderen Organisationen:
    Gemeinsam mit anderen Gruppen können Verbände mehr Druck auf die Politik ausüben.

Eine einfache Lösung für Behörden

  • Mitarbeiter mit Gebärdensprache:
    In jedem Rathaus, Krankenhaus, bei der Polizei oder im Bürgerbüro sollte es Mitarbeiter geben, die einfache Gebärden beherrschen.
  • Sichtbarkeit:
    Ein einfaches Schild am Eingang zeigt Gehörlosen, dass sie hier Unterstützung bekommen können.

Fazit

Gehörlosenverbände müssen klare Ideen und starke Argumente vorlegen, um Politiker von den notwendigen Veränderungen zu überzeugen. Besonders wichtig ist, dass Deutschland endlich die UN-Behindertenrechtskonvention vollständig umsetzt. Diese Verpflichtung besteht seit Jahren und kann nicht länger ignoriert werden.

Mit der richtigen Unterstützung können praktische Lösungen eingeführt werden, die Barrieren abbauen und die Kommunikation für Gehörlose erleichtern. Es ist Zeit, dass Inklusion wirklich gelebt wird – in allen Bereichen des täglichen Lebens.

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