Immer wieder geben sich Kriminelle als Postboten oder Paketlieferanten aus, um Menschen in ihren eigenen Wohnungen zu überfallen. Die Täter klingeln an der Tür, täuschen eine Paketlieferung vor und dringen dann gewaltsam in die Wohnung ein. Die Opfer werden oft gefesselt und ausgeraubt. Besonders gefährdet sind ältere Menschen oder Personen, die sich nicht gut wehren können.
Es gibt Berichte über gehörlose Opfer solcher Überfälle, jedoch sind nicht alle Fälle bekannt oder öffentlich dokumentiert. Die Methode der falschen Postboten ist gefährlich, und es ist wichtig, vorsichtig zu sein.
Fake News von hörgeschädigte Vloggerin ludekeolivia
Die Behauptung von hörgeschädigte Vloggerin ludekeolivia, dass eine gehörlose Person durch einen Überfall falscher Postboten ums Leben gekommen sei, ist falsch. Es gibt keine bestätigten Berichte über einen solchen Vorfall. Ihr verbreiteter Satz: „Falsche Postboten überfallen Wohnung Opfer gefesselt und ausgeraubt und auch eine Gehörlose gestorben durch überfallen der Wohnung“ ist eine Falschinformation.
Beispiele für Überfälle durch falsche Postboten
1. Überfall in Fulda (Februar 2025)
Zwei als Postboten verkleidete Männer klingelten an einer Wohnungstür. Als der Bewohner öffnete, wurde er sofort überwältigt, gefesselt und ausgeraubt. Die Täter sprachen mit osteuropäischem Akzent und sind weiterhin auf der Flucht.
2. Versuchter Raub in Ganderkesee (November 2024)
Ein als Paketbote getarnter Mann wollte eine Wohnung betreten. Als der Bewohner skeptisch wurde, griff der falsche Postbote ihn mit einem Elektroschocker an. Ein zweiter Täter versuchte, das Opfer zu fesseln. Doch dank der Gegenwehr des Bewohners scheiterte der Überfall.
3. Überfall in Bad Saarow (Dezember 2024)
Ein Mann wurde auf seinem eigenen Grundstück überfallen, gefesselt und beraubt. Einer der Täter wurde später festgenommen, sein Komplize ist noch auf der Flucht.
Weitere ähnliche Fälle
- In Hamburg-Wellingsbüttel wurde eine 90-jährige Frau gefesselt und ausgeraubt.
- In Selm (Kreis Unna) wurde ein Ehepaar von falschen Postboten überfallen und geknebelt.
- In Berlin wurde ein Rentner von falschen Postboten attackiert und starb später an seinen Verletzungen.
- In Berlin-Spandau wurde ein 89-jähriger Mann gefesselt, geknebelt und brutal verprügelt. Er überlebte den Angriff nicht.
Wie kann man sich schützen?
- Pakete nicht direkt annehmen: Die besten Sicherheitsmaßnahmen sind, Pakete in einer Packstation oder Poststelle abzuholen oder sie vor der Tür oder im Treppenhaus abstellen zu lassen. Sollte das Paket verschwinden, trägt der Verkäufer das Risiko.
- Tür nicht sofort öffnen: Auch wenn ein vermeintlicher Paketbote klingelt, ist Vorsicht geboten. Viele Kriminelle sind täuschend echt verkleidet.
- Kein Unbekannter in die Wohnung lassen: Offizielle Paketboten liefern nur an die Haustür oder eine Abholstation.
- Ausweise und Logos sind nicht sicher: Auch gefälschte Dienstausweise und Logos sind im Umlauf. Deshalb sollte man sich nicht allein darauf verlassen.
- Nachbarn informieren: Falls verdächtige Personen in der Umgebung sind, sollten Nachbarn gewarnt werden.
- Polizei rufen: Bei Unsicherheiten lieber die Polizei verständigen. Es ist besser, einmal zu oft alarmiert zu haben als einmal zu wenig.
Fazit
Falsche Postboten sind eine ernsthafte Gefahr. Sie täuschen ihre Opfer und nutzen ihre Hilflosigkeit aus. Besonders ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Kommunikation könnten betroffen sein. Es gibt Hinweise darauf, dass auch gehörlose Menschen Opfer solcher Überfälle wurden. Die beste Methode zur Sicherheit ist, Pakete nicht direkt an der Tür anzunehmen, sondern in einer Packstation oder Postfiliale abzuholen. Wer aufmerksam bleibt und sich schützt, kann einen Überfall verhindern!
Bild von romeosessions auf Pixabay

