In Würzburg fühlte sich ein gehörloser Betreuer von Justizbeamten schikaniert, als er zum Amtsgericht ging, um vertrauliche Unterlagen bei der Betreuerstelle abzugeben. Die Situation zeigt auf, wie schwierig der Umgang mit Gehörlosen in Behörden ist und wie Kommunikationsbarrieren oft zu Diskriminierung führen.
Schikanöse Behandlung durch Justizbeamte
Der gehörlose Betreuer betreut seit über vier Jahren eine Person und wollte lediglich einige vertrauliche Unterlagen bei der Betreuerstelle abgeben. Die Justizbeamten verlangten jedoch, die Unterlagen einzusehen, was der Betreuer ablehnte, da sie sehr sensibel sind.
Statt zu verstehen, dass der Betreuer keine Einsicht gewähren wollte, versuchten die Beamten, ihm eine Telefonnummer zu geben, damit er einen Termin vereinbaren könne. Der Gehörlose fühlte sich sehr verletzt, weil er aufgrund seiner Hörbehinderung nicht telefonieren kann. Für ihn war es unverständlich, dass er einen Termin einholen sollte, während andere Menschen, die telefonisch Kontakt aufnehmen, keinen Termin benötigen. Die Beamten behandelten ihn dabei willkürlich und drängten ihn immer wieder zum Ausgang.
Fazit: Diskriminierung und ungleiche Behandlung
Die Behandlung des gehörlosen Betreuers stellt einen klaren Verstoß gegen die UN-Konvention dar, die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen verbietet. Der Betreuer fühlt sich diskriminiert und schikaniert. Zusätzlich weist er darauf hin, dass er seit 2021 kein Betreuungsgeld erhalten hat.

