Home LifestyleGesundheitPflege-Stopp: Gehörlose fürchten Isolation

Pflege-Stopp: Gehörlose fürchten Isolation

by info@deaf24.com

Schweden – Kerstin Brink aus Nässjö ist verzweifelt. Das mobile Pflege- und Betreuungsteam, das sie regelmäßig zu Hause unterstützt, wird bald nicht mehr kommen. Der Grund: Die Kommune stellt keine Gelder mehr für den Dienst bereit. Für Kerstin, die gehörlos ist, bedeutet das große Unsicherheit: „Wie soll ich ohne Hilfe klar kommen?“, fragt sie.

Warum das mobile Team so wichtig ist

Das mobile Team half gehörlosen Menschen wie Kerstin und Larserik Carlsson im Alltag. Die Pflegekräfte kamen zu ihnen nach Hause, unterstützten bei Arztbesuchen, übersetzten Gespräche in Gebärdensprache und halfen bei praktischen Aufgaben. Ohne das Team fühlen sich die Betroffenen alleingelassen. „Das war meine Verbindung zur Außenwelt“, erklärt Kerstin. Beide befürchten, dass sie ohne das Team kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Was sagt die Kommune?

Die Kommune Nässjö begründet die Entscheidung mit fehlendem Geld. Doch Kritiker:innen sagen: Gehörlose werden damit benachteiligt. „Es ist ein Schlag ins Gesicht“, meint Larserik. Auch Behindertenverbände protestieren. Sie fordern, dass die Kommune die Kosten übernimmt – wie bisher vom Land organisiert. Bisher gibt es keine Alternative zum mobilen Team.

Fazit: Angst vor Isolation

Der Wegfall des Pflege-Teams trifft die gehörlose Gemeinde hart. Es geht nicht nur um praktische Hilfe, sondern auch um soziale Teilhabe. Kerstin und Larserik hoffen auf eine Lösung – doch Zeit wird knapp: Ab Ende Februar ist Schluss. „Wir fühlen uns vergessen“, sagt Kerstin. Die Kommune muss handeln, damit gehörlose Menschen nicht ausgeschlossen werden.

Bild: Christer Undfors

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