In Bengaluru, Indien, wurden zwei Social-Media-Influencer, Rohan Cariappa und Shaayan Bhattacharya, wegen eines Videos auf Instagram verhaftet. In dem Video machten sie sich über gehörlose Menschen lustig und verletzten damit die Würde und Rechte der Betroffenen. Die Nationale Vereinigung der Gehörlosen (National Association of the Deaf, NAD) reichte eine Beschwerde ein und forderte Konsequenzen.
Was geschah?
Im Juli reichten Mitglieder der Gehörlosengemeinschaft in Bengaluru und die NAD eine Beschwerde bei der Polizei ein. Sie argumentierten, dass das Video die Würde der Gehörlosen verletzt habe, indem es die Gebärdensprache verspottete und unangemessene Gesten zeigte.
Die Influencer behaupteten, sie hätten das Video aus Unterhaltungszwecken erstellt. Doch die Gehörlosen fühlten sich beleidigt und diskriminiert. Laut der NAD verstößt das Video gegen das Gesetz zum Recht auf Leben mit Würde und gegen das IT-Gesetz von 2000.
Da die beiden Influencer in Bengaluru ansässig waren, arbeitete die Polizei von Delhi mit der örtlichen Cyberkriminalitäts-Abteilung zusammen. Beide wurden schließlich verhaftet.
Reaktion und Konsequenzen
Die Influencer löschten das Video und entschuldigten sich öffentlich. Dennoch fordert die Gehörlosengemeinschaft strenge Maßnahmen. Sie verlangen, dass solche diskriminierenden Inhalte künftig härter bestraft werden, um die Würde und Rechte der Gehörlosen zu schützen.
Fazit
Dieser Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen die Gehörlosengemeinschaft konfrontiert ist. Respekt und Sensibilität im Umgang mit Behinderungen sind unerlässlich, um Diskriminierung zu verhindern. Die Gehörlosen fordern nicht nur eine Entschuldigung, sondern auch eine klare Botschaft: Diskriminierung und Spott dürfen keinen Platz in der Gesellschaft haben.

