{"id":9104,"date":"2025-07-18T19:27:39","date_gmt":"2025-07-18T17:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/deaf24.com\/hamburg-entschuldigt-sich-fur-unrecht-an-taube-menschen\/"},"modified":"2025-07-20T07:16:18","modified_gmt":"2025-07-20T05:16:18","slug":"hamburg-entschuldigt-sich-fur-unrecht-an-taube-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deaf24.com\/es\/hamburg-entschuldigt-sich-fur-unrecht-an-taube-menschen\/","title":{"rendered":"Hamburg entschuldigt sich f\u00fcr Unrecht an Taube Menschen"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit einem einmaligen Schritt hat die Hamburgische B\u00fcrgerschaft am 16. Juli 2025 offiziell um Verzeihung gebeten: F\u00fcr jahrzehntelanges Unrecht, das Taube Menschen \u2013 vor allem in Schulen \u2013 widerfahren ist. Die Wurzeln liegen im grunds\u00e4tzlichen Verbot der Geb\u00e4rdensprache, psychischer und physischer Gewalt gegen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie den daraus resultierenden Bildungsm\u00e4ngeln und sozialen Folgen. Auf Initiative von SPD, Gr\u00fcnen, CDU und Linken beschloss das Parlament in gro\u00dfer Mehrheit eine Entschuldigung und ein Ma\u00dfnahmenpaket f\u00fcr Aufarbeitung, Entsch\u00e4digung und k\u00fcnftige Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1280\" style=\"aspect-ratio: 720 \/ 1280;\" width=\"720\" controls src=\"https:\/\/deaf24.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/leiden_an_unrecht.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum die Entschuldigung n\u00f6tig war<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verbot der Geb\u00e4rdensprache<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bis weit in die 1990er-Jahre hinein durften Taube Kinder an Hamburger Schulen nicht in ihrer nat\u00fcrlichen Sprache kommunizieren. Die Geb\u00e4rdensprache war tabu \u2013 stattdessen sollten sie Lautsprache nutzen. Das f\u00fchrte nicht nur zu Verst\u00e4ndnisschwierigkeiten, sondern auch zu Ausgrenzung: Unterrichtsinhalte blieben unklar, Gespr\u00e4che mit Lehrkr\u00e4ften und Mitsch\u00fclern h\u00e4ufig unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gewalt als Durchsetzungs\u00admittel<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wo Worte fehlten, setzte man auf Strafe: Taube Sch\u00fcler berichteten von psychischen Dem\u00fctigungen, k\u00f6rperlichen Z\u00fcchtigungen und dem Besch\u00e4men vor der Klasse. Betroffene beschreiben Trauma\u00adfolgen, Scham und das Gef\u00fchl, minderwertig zu sein. Diese Erfahrungen belasteten ihr Selbstwert\u00adgef\u00fchl und pr\u00e4gen ihr Leben bis heute.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Langfristige Folgen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kombination aus fehlender Sprachf\u00f6rderung und Gewalt f\u00fchrte zu massiven Bildungs\u00addefiziten. Viele Betroffene konnten keine h\u00f6here Schule besuchen, fanden schlechtere Ausbildungen und hatten geringere Chancen auf dem Arbeits\u00admarkt. Sprachlosigkeit und Isolation schr\u00e4nkten ihr soziales Leben ein \u2013 bis ins Erwachsenen\u00adalter.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum kommt die Entschuldigung erst jetzt?<\/h2>\n\n\n\n<p>Viele Betroffene, Aktivist:innen und Fachleute fragen sich: <strong>Warum erst jetzt, im 21. Jahrhundert? Warum hat es so lange gedauert?<\/strong> Die Antwort ist vielschichtig:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Mangelnde gesellschaftliche Aufmerksamkeit:<\/strong> Jahrzehntelang wurde das Leid Taube Menschen nicht geh\u00f6rt \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Stimmen fanden kaum Raum in der \u00d6ffentlichkeit, ihre Perspektiven galten nicht als wichtig genug.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fehlende politische Priorit\u00e4t:<\/strong> Auch in der Politik galt Inklusion lange als Randthema. Erst mit dem Druck von Betroffenen, Medien, Fachverb\u00e4nden und der UN-Behindertenrechtskonvention kam Bewegung in die Debatte.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Scham und Schweigen:<\/strong> Viele Betroffene schwiegen aus Scham oder weil sie nie gelernt hatten, offen \u00fcber ihre Erfahrungen zu sprechen. Erst in den letzten Jahren wurde der Austausch unter Taube Menschen st\u00e4rker, mutiger und politischer.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zeit f\u00fcr Aufarbeitung:<\/strong> Die gesellschaftliche Reife und Offenheit f\u00fcr selbstkritische R\u00fcckblicke \u2013 wie z.\u202fB. bei anderen Themen wie Heimerziehung oder Zwangsarbeit \u2013 zeigt sich oft erst Jahrzehnte sp\u00e4ter.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Entschuldigung ist also nicht selbstverst\u00e4ndlich, sondern das Ergebnis von langer Geduld, z\u00e4hem Engagement und \u00f6ffentlichem Druck. F\u00fcr viele Betroffene kommt sie zu sp\u00e4t. Dennoch ist sie ein notwendiger Schritt \u2013 besser sp\u00e4t als nie.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Weg zur offiziellen Entschuldigung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politisches Signal<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein breites B\u00fcndnis aus SPD, Gr\u00fcnen, CDU und Linken brachte den interfraktionellen Antrag ein. Ohne Gegenstimmen dieser Fraktionen \u2013 lediglich die AfD enthielt sich \u2013 stimmte die B\u00fcrgerschaft zu. Sozial\u00adsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) betonte, dass Hamburg damit als erste deutsche Gro\u00dfstadt formell Verantwortung f\u00fcr strukturelle Gewalt \u00fcbernehme.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Worte der Abgeordneten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kathrin Warnecke (Gr\u00fcne):<\/strong> \u201eTaube Menschen hatten kaum M\u00f6glichkeiten, sich auszudr\u00fccken und Kontakte zu kn\u00fcpfen. Die Spuren dieses Unrechts begleiten sie ihr Leben lang.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Andreas Grutzeck (CDU):<\/strong> \u201eDas jahrzehntelange Schweigen \u00fcber systematische Ausgrenzung muss ein Ende haben. Die Wunden sitzen tief.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Regina J\u00e4ck (SPD):<\/strong> \u201eSprache ist Identit\u00e4t. Gute Bildung darf kein Privileg sein \u2013 sie wurde uns geraubt.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Thomas Meyer (Die Linke):<\/strong> \u201eEs ist h\u00f6chste Zeit, dass wir das Unrecht anerkennen und wirklich etwas \u00e4ndern.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Historischer Hintergrund<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Hamburger Politik bewegte sich nicht isoliert: Weltweit setzte sich nach dem Kongress von Mailand 1880 eine \u00dcberbetonung der Lautsprache durch. Erst 2002 erkannte Deutschland die Deutsche Geb\u00e4rdensprache als eigenst\u00e4ndige Sprache an, seit 2009 gilt im Rahmen der UN-Behindertenrechts\u00adkonvention ein Recht auf Geb\u00e4rden\u00adunterricht.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konkrete Beschl\u00fcsse und Zukunfts\u00adperspektiven<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Entsch\u00e4digungs\u00adfonds auf Bundesebene gefordert<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Hamburgische B\u00fcrgerschaft fordert: Die Bundesregierung soll einen <strong>bundesweiten Entsch\u00e4digungsfonds<\/strong> einrichten. Der Fonds soll Menschen entsch\u00e4digen, die in Kindheit und Jugend durch das Verbot der Geb\u00e4rdensprache und durch Misshandlungen schwer belastet wurden. Die Fraktionen fordern, dass <strong>nicht Hamburg allein<\/strong>, sondern <strong>alle Bundesl\u00e4nder<\/strong> gemeinsam Verantwortung \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Vorschlag wurde von allen demokratischen Fraktionen in Hamburg unterst\u00fctzt. Es ist jedoch noch unklar, <strong>ob und wann<\/strong> der Bund diesen Fonds tats\u00e4chlich umsetzt. Die Taube Gemeinschaft und viele Unterst\u00fctzer:innen hoffen nun auf schnelle politische Entscheidungen auf Bundesebene.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wissenschaftliche Aufarbeitung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Forschungsgremium, das Deaf Studies und Betroffene gleich\u00adberechtigt einbindet, soll Ursachen und Folgen des Unrechts untersuchen. Ziel: Fakten schaffen und Lehren ziehen, damit sich Geschichte nicht wiederholt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bessere Unterst\u00fctzung im Alltag<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Leistungen der Eingliederungs\u00adhilfe sollen f\u00fcr Taube Menschen Menschen leichter zug\u00e4nglich werden. Barrieren bei Antr\u00e4gen, Information und Kommunikation sollen abgebaut werden \u2013 etwa durch klare Formulare, Geb\u00e4rden-Dolmetscher und digitale Hilfs\u00adangebote.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Berichtspflicht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Hamburger Senat legt bis Mitte 2026 einen Zwischen\u00adbericht vor, der den Fortschritt der Ma\u00dfnahmen dokumentiert und weitere Schritte empfiehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tipps f\u00fcr Betroffene und Interessierte<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Anlaufstellen nutzen:<\/strong> Zahlreiche Vereine und Verb\u00e4nde bieten Beratung, Austausch und Unterst\u00fctzung an \u2013 zum Beispiel der Landes\u00adverband der Geh\u00f6rlosen\u00adverb\u00e4nde Hamburg.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Recht auf Dolmetscher:<\/strong> Bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen und Arzt\u00adterminen k\u00f6nnen Sie Geb\u00e4rden\u00addolmetscher fordern. Erkundigen Sie sich nach Kosten\u00ad\u00fcbernahme durch Sozial\u00adtr\u00e4ger.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bildungsangebote wahrnehmen:<\/strong> Volkshochschulen und spezialisierte Institute bieten Geb\u00e4rdensprach\u00adkurse f\u00fcr Anf\u00e4nger und Fortgeschrittene. Auch Online-Plattformen erm\u00f6glichen flexibles Lernen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Netzwerke st\u00e4rken:<\/strong> Regionale und \u00fcberregionale Selbsthilfe\u00adgruppen bieten Plattformen f\u00fcr Erfahrungsaustausch und politische Partizipation.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Auf dem Laufenden bleiben:<\/strong> Verfolgen Sie die Entwicklungen in B\u00fcrgerschaft und Senat: Zwischen\u00adberichte und \u00f6ffentliche Sitzungen sind oft online zug\u00e4nglich.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der offiziellen Entschuldigung setzt Hamburg ein starkes Zeichen: Es r\u00e4umt Fehler der Vergangenheit ein, anerkennt das Leid zahlreicher Menschen und bindet Betroffene in die Aufarbeitung ein. Das Paket aus Entsch\u00e4digung, Forschung und verbesserter Alltags\u00adhilfe zeigt, dass Politik nicht nur Worte, sondern Taten folgen lassen will. Entscheidend wird sein, wie konsequent die Ma\u00dfnahmen umgesetzt und weiterentwickelt werden \u2013 damit Taube Menschen nicht nur symbolisch, sondern tats\u00e4chlich gleichberechtigt und barrierefrei leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Deaf_pupils_with_headphones.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konstantin Ryabitsev<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 2.0<\/a>,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem einmaligen Schritt hat die Hamburgische B\u00fcrgerschaft am 16. 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